|
|
|
Nasen- und Rachenreizstoffe sind: Clark I, Clark II ... Lungenschädigende Kampfstoffe sind: Chlor, Phosgen ... Haut- und schleimhautschädigenden Kamfstoffe sind: Lost ... Es ist als Zell- und Kapillargift anzusehen. Die von ihm betroffenen Zellen verfallen einem siechtumartigen Zustand und schließlich dem völligen Gewebstod. Die Kapillaren werden gelähmt. Lost gefährdet in erster Linie die Haut, die Augen und alle zugänglichen Schleimhäute. Die Wirkungen des Kampfstoffes setzen meist erst Stunden nach dem Kontakt ein und äußern sich zunächst durch eine entzündliche Rötung der Haut, einhergehend mit leichten Schwellungen, wobei es zu schmerzhaftem Juckreiz bis hin zum Brennen der betroffenen Hautpartien kommt. Nach ein bis zwei Tagen bilden sich Blasen, die sich prall mit zunächst klarer, später aber trüber zellhaltiger Flüssigkeit füllen und oft wochenlang nicht heilen. Mit zunehmender Ausbreitung der Wunden kommt es zu Fieber, Magen-Darm-Krankheiten, Brechdurchfall, spastischen Verstopfungen mit erheblichem Gewichtsverlust, längerfristig zu Leberschädigungen. Bei Erkrankung des Auges kommt es zu Lichtsehen, Sandkornbildung, zu starker Bindehautentzündung, in schwereren Fällen auch zum vollständigen Verlust des Augenlichts. Im Bereich der Atemwege kommt es zu Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Atembeschwerden, Rötung und Schwellung, pseudomembranöse Auflagerungen im Bereich der Schleimhäute in Nase, Rachen und Kehlkopf. Diese können unter anderem zum Verschluss der Bronchien und damit zu Erstickungsanfällen führen. Lungenentzündung, Lungenödem und Lungengangrän können sich entwickeln. Daneben kommtes zu resorptiven Schäden die sich durch das Absinken der Zahl der weißen Blutkörperchen, in anderen Fällen durch hochgradige Leukopenie und toxische Granulierungen der Leukocyten äußern. Todesfälle treten oft erst nach Wochen auf. Die Wiederherstellung erfolgt meist erst nach Monaten. |