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1939-1942: Die Produktion von Giftgas steigt in den ersten Kriegsjahren bei allen beteiligten Staaten erheblich an. Großbritannien verfügt im Herbst 1941 über 11.394 Tonnen Kampfmittel. Deutschland erreicht etwa zur selben Zeit eine monatl. Produktion von bis zu 1500 Tonnen. Die gesamte Menge wird im Mai 1941 mit ca. 32.000 Tonnen angegeben.
10.Mai 1942: Churchill warnt Hitler-Deutschland vor dem Einsatz chemischer Kampfstoffe an der sowjetischen Front und stellt für diesen Fall einen umfassenden chemischen Krieg in Aussicht. In Deutschland wird daraufhin im Juli 1942 die Erhöhung der Produktionsmengen auf bis zu 3.900, bzw. sogar 7000 Tonnen monatlich für das Jahr 1943 beschlossen.
1942-1945: Deutschland beginnt mit der Produktion der neuentwickelten Kampfstoffe Tabun und Sarin.
1944 werden monatlich ca. 500 Tonnen Tabun und ca. 100 Tonnen Sarin produziert.
1947: USA, Kanada und Großbritannien schließen ein Forschungsabkommen zur Weiterentwicklung chemischer Kampfstoffe, dem 1965 auch Australien beitritt. Die Forschungen laufen bis in die 80er-Jahre weiter.
1961-1970: Die USA griffen bei ihrer Beteiligung am Indochinakrieg auf chemische Kampfstoffe zurück. Seit 1965 wurden in Vietnam ca. 55.000 Tonnen des hochgiftigen Entlaubungsstoffes "Agent Orange" und rund 9.000 Tonnen CS-Gas eingesetzt.
1963-1967: Ägypten setzt ca. 40 verschiedene chemische Kampfstoffe im Jemen ein, wodurch etwa 1.400 Menschen sterben.
1983 -1989: Der Irak bringt im Irankonflikt ca. 3000 Tonnen chemischer Kampfstoffe zum Einsatz. In der Zeit von 1981-1991 soll der Irak ca. 4.500 Tonnen dieser Kampfstoffe produziert haben.
1972: Die UdSSR legt den Entwurf einer Konvention zur Ächtung chemischer Waffen vor. Der Abrüstungskonferenz gelang es jedoch, nach langjährigen Verhandlungen, erst 1992 den endgültigen Text vorzulegen, der schließlich 1993 von 150 Staaten ratifiziert wurde und 1997 in Kraft trat.
1995: Im Jahr 1995 besaßen die USA noch ca. 31.000 Tonnen chemischer Kampfstoffe, die Staaten der ehemaligen UdSSR etwa 41.000 Tonnen. Daneben werden chemische Kampfstoffe in unbekannter Menge in China, Iran, Libyen, Vietnam, Syrien, Nordkorea, Myanmar und Israel vermutet.
2007: Bis 2007 sollen sämtliche Giftgasbestände bei den Unterzeichnerstaaten der Genfer Konvention vernichtet werden.
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